Macht dich KI kleiner oder größer?
Lieber hören? Diese Folge gibt es auch als Folge 329 im Podcast „Volles Potenzial mit Meike Hohenwarter“: zur Folge auf Podigee.
Es gibt eine Frage, die meine spirituelle Freundin und ich seit Monaten hin und her diskutieren.
Sie sagt: KI macht die Menschen kleiner. Abhängiger. Oberflächlicher.
Und weißt du was? Sie hat recht.
Ich hingegen behaupte steif und fest: KI macht mich größer als je zuvor.
Und ich habe auch recht.
Der Unterschied liegt in deiner Haltung, und in dem, was KI täglich für dich tut.
Mein Versprechen:
Am Ende dieses Artikels kannst du selbst testen, ob deine KI dich in die Größe führt oder ob sie dich kleiner macht.
Zum Glück müssen meine Kinder keine Brotkrumen streuen
Kannst du dich noch erinnern, wie du früher eine Reise geplant hast?
Ich weiß noch, wie ich mir Straßenkarten kaufte, mich beim ÖAMTC nach Staus und Baustellen erkundigte und mir alles akribisch aufschrieb, bevor ich überhaupt losfahren konnte.
Meine Kinder hingegen haben Autofahren nie ohne Navi gelernt. Deshalb würden sie selbst in Wien verloren gehen. Sie kennen die Hauptverkehrsadern ihrer eigenen Stadt nicht. Sie könnten mir keine Route aufsagen, wie man von uns zu einem bestimmten Platz kommt. Sie fahren regelmäßig Wege, die sie aus dem Gedächtnis nicht fahren könnten.
Nicht, weil sie dumm wären, ganz im Gegenteil. Sondern weil sie es nie lernen mussten.
Und das ist kein Mangel, das ist der Zahn der Zeit. Ich wüsste auch nicht, wie ich aus meiner Kartoffelernte die Saatkartoffeln fürs nächste Jahr aufhebe, vorkeime und setze. Vor zwei Generationen war das selbstverständliches Wissen, jede Familie zog sie im eigenen Garten. Ich habe es nie gebraucht, also habe ich es nie gelernt.
So macht dich KI klein
All das, was die KI mittlerweile selbstverständlich für uns tut, habe ich noch von Hand gelernt: recherchieren, Texte zusammenfassen, gliedern, einen Gedanken so lange drehen, bis er stimmt. In 25 Jahren Selbstständigkeit habe ich alles selbst herausgefunden und selbst umgesetzt. Jede Software, jedes Marketing-Konzept, jede Webseite.
Die Generation, die jetzt mit KI groß wird, wird vieles davon nicht mehr lernen. Nicht aus Faulheit. Sondern weil das Werkzeug da ist, das ihnen alles abnimmt. Was man nie aufbauen musste, hat man nicht im Repertoire.
Und dieses Phänomen betrifft nicht nur die Jungen. Es ist keine Altersfrage. Ich kenne genug Menschen über 50, die ihr Denken abgegeben haben, sobald das Werkzeug da war.
Was dabei herauskommt, sehen wir alle täglich: Texte, die einer wie der andere klingen. Posts, die gut formuliert sind und nichts sagen. Ausschreibungen, bei denen man nach zwei Absätzen merkt, dass da niemand einen eigenen Gedanken hatte. Es klingt intelligent. Es ist eine Blase. Sie hat weder Hand noch Fuß, weil nichts hinterlegt, nichts hinterfragt und nichts von der Person selbst gedacht wurde.
Meine spirituelle Freundin hat also recht: KI kann dich ganz klein machen. Und das passiert auch jeden Tag.
Und gleichzeitig kann dich KI in deine ganze Größe führen
Denn es liegt nicht an der KI. Es liegt an der Rolle, die du ihr gibst.
Es geht darum, wer am Steuer sitzt: du oder die KI.
Wer die KI ARBEITEN lässt, wird größer.
Das ist der ganze Unterschied. Und er ist riesig.
Lässt du die KI denken, sitzt sie am Steuer, und du bist nur noch Passagier:in im eigenen Business. Lässt du sie arbeiten, bleibst du selbst Kapitän:in, und sie wird zu deiner besten Crew.

Ist KI das neue Social Media?
Ich stelle immer wieder fest, dass Menschen KI ähnlich nutzen wie ihr Social Media. Sie beginnen ein Gespräch, ohne viel zu überlegen. Nun ist die KI aber so gebaut, dass sie dir am Ende jeder Antwort neue Fragen stellt und neue Dinge vorschlägt. So kommst du vom Hölzerl aufs Stöckerl. Eine Stunde später hast du zwar viel erlebt, aber eigentlich nichts Produktives getan, ganz genauso, wie wenn du durch deinen Instagram-Feed swipest. Am Ende der verstrichenen Zeit hast du bei beiden nichts in der Hand. Du bist aber müde und erschöpft.
Genau deshalb setze ich den Rahmen, bevor das Gespräch beginnt.
Was will ich mit diesem Gespräch bewirken? Wo stehe ich, und wo will ich hin? Was soll am Ende auf dem Tisch liegen?
Woran du erkennst, wer bei dir am Steuer sitzt
- Hatte ich eine klare Intention und ein Ziel, bevor das Gespräch begann?
- Hatte ich eine eigene Meinung zum Thema, bevor die KI ihre gesagt hat?
- Habe ich das letzte Wort, bevor etwas hinausgeht?
Dreimal Ja: Du sitzt am Steuer. Wenn du selbst den klaren Plan hast, darf dir die KI ruhig dazwischen helfen, so wie ein Navi dich durch die kleinen Gassen führt, solange du die Hauptverkehrsadern kennst.
So arbeite ich mit KI, am Beispiel dieses Artikels

Basis für diesen Artikel war ein Newsletter, den ich vor ein paar Wochen versandte und der gutes Feedback bekam. Doch was für einen Newsletter reicht, ist noch lange kein Blogartikel. Daher diktierte ich meiner KI weitere Gedanken und Impulse, ganz ungeordnet, so wie ich sie einer Freundin erzählen würde.
Von da an begann ein Ping-Pong in mehreren Runden. Ich fragte sie: Was sind meine blinden Flecken? Welche Aspekte habe ich nicht in Betracht gezogen? Was könnten meine idealen Kund:innen falsch verstehen? Was gehört noch zu diesem Thema, das ich nicht erwähnt habe? Im Laufe dieses Gesprächs fielen mir weitere Geschichten ein, zum Beispiel die mit dem Navi. Und erst nach mehreren Runden wurde überhaupt der erste Entwurf geschrieben. Den schrieb ich dann noch einmal um. Und noch einmal.
Das nennt man übrigens sokratisches Denken. Sokrates hat nicht doziert, er hat gefragt, bis sein Gegenüber selbst draufkam. Genau das lasse ich meine KI mit mir machen, bei jedem Text, der mir wichtig ist.
7 Fragen, die du deiner KI unbedingt stellen solltest
Bevor sie eine Zeile für dich schreibt:
- Was sind meine blinden Flecken bei diesem Thema?
- Was ist der größte Schmerz meiner idealen Kund:innen mit diesem Thema?
- Was könnten meine Leser:innen daran falsch verstehen?
- Was gehört noch zu diesem Thema, das ich nicht erwähnt habe?
- Welche Geschichte aus meinem Leben belegt das?
- Wo widerspreche ich mir selbst?
- Was soll die Person nach dem Lesen anders denken oder tun?
Und dann kommt der Schritt, der den eigentlichen Unterschied macht:
Alles, was ich umschreibe, melde ich zurück. Ich frage meine KI, was sie daraus gelernt hat und was sie sich für die Zukunft merkt. Ein Beispiel von dieser Woche: In einer Einladungsmail zu meinem Webinar hatte sie den Satz eingebaut „Falls du nicht live dabei sein kannst, schicke ich dir die Aufzeichnung“. Klingt freundlich. Ist aber ein Fehler, den ich in 14 Jahren Online Business gelernt habe: Wer eine Aufzeichnung in Aussicht hat, kommt nicht live, und verschiebt das Ansehen der Aufzeichnung auf den Sankt-Nimmerleins-Tag. Aus diesem Grund ist es kontraproduktiv, schon vor dem Live eine Aufzeichnung anzukündigen. Das gab ich meiner KI als Feedback, und seither steht es als Regel in ihrem Gedächtnis. Für immer. Ich muss es nie wieder sagen. Und so geht es mit allem, was beim ersten Wurf nicht passt: Meine KI lernt täglich dazu und weiß immer besser, was ich wirklich brauche und wie ich Dinge sage.
Ich bin in dieser Art, mit KI zu arbeiten, inzwischen weit fortgeschritten, und ich bringe sie anderen Menschen bei, weil sie das Ganze so viel einfacher macht. Meine KI wohnt deshalb schon lange nicht mehr in einem Chatfenster. Sie sitzt in meinen Ordnern, kennt meine Regeln, meine Stimme, meine Fehler, und liest dort nach, bevor sie etwas tut. Deshalb kann sie mir viel tiefer helfen und viel mehr Arbeit abnehmen.
Und genau aus diesem Grund bekommt ein durchschnittlicher User aus der KI nur Texte heraus, die schon von Weitem nach KI riechen. Und ich habe Text-Resultate, die ganz und gar nach mir klingen.
Ich gebe zu: Dieser Weg kostet Zeit. In diesem Artikel stecken mehrere Stunden, verteilt über drei Tage. So viel Zeit verbringen auch andere mit ihrer KI, nur eben ergebnislos. Ich erschaffe etwas, das bleibt. Für Menschen, die mit KI alles in 5 Minuten erledigt haben wollen, bin ich daher nicht die richtige Person.
Während die meisten Selbstständigen viele schnelle, flache Posts von der KI erstellen lassen, ist mein Social-Media-Beitrag das Fraktal von etwas Großem. Er entsteht aus einem Artikel wie diesem, aus einem Video, aus einer Podcast-Folge, und trägt die Tiefe des ganzen Gedankens in sich. Das Denken ist davor passiert, nicht danach.
Was frei wird, wenn die KI arbeitet
Und jetzt der Teil, warum ich sage, dass KI mir Flügel verliehen hat.
Sie nimmt mir das Klein-Klein ab. Ablage, Formatierung, Protokolle, die tausend Handgriffe zwischen den Programmen, all das, wofür es meine Hirnleistung nie gebraucht hat und was meinen Tag früher trotzdem gefühlt zu gut 50 Prozent gefüllt hat. Vieles davon passiert heute in Sekunden. Und durch Automatisierungen läuft manches ganz ohne mich, während ich schlafe oder Sport mache.
Und sie hilft mir, meine Arbeit zu strukturieren. Durch die Feedback-Schleifen, die ich dir gerade beschrieben habe, weiß ich immer genauer, was ich im Kern denke. Das ist das Verrückte: Ich bin durch KI nicht weniger ICH geworden, sondern mehr.
Ich erlebe das gerade auch bei den Menschen, die mit mir ihr eigenes Business Cockpit bauen.

„Für mich tun sich grade Welten auf, und Freizeit ist in Sicht.“
Ruth Day, Teilnehmerin der Business Cockpit PilotgruppeBewusster Umgang mit KI heißt für mich: Bei jedem einzelnen Arbeitsschritt entscheide ich neu, was die Maschine übernimmt und wo kompromisslos nur Meike drinnen ist.
Daher bleiben meine Texte meine Texte, auch wenn ich mit KI zusammenarbeite. Sie sind aus meinen Gedanken entstanden und spiegeln meine Worte wider. Und ich habe das letzte Wort. Zu allem.
Auch zu KI-generierten Bildern habe ich eine ganz eigene Meinung. So wie ich früher kein Photoshop verwendete, lasse ich mich auch heute von der KI weder verjüngen noch verschlanken noch verschönern. Auf meinen Profilbildern und Social-Media-Bildern bin ich pur zu sehen. Und trotzdem habe ich gleichzeitig mit der KI eine ganze Bilderwelt erschaffen, mit einer Comic-Meike und vielem mehr.
Und ja, KI hilft auch Menschen, die vorher etwas nicht konnten. Plötzlich stimmt die Rechtschreibung, plötzlich hat ein Text eine Gliederung. Das ist wunderbar, und es ist kein Widerspruch. Denn das ist arbeiten lassen. Kleiner wird man erst, wenn man das Denken gleich dazu auslagert.
Zwei Klassen, und deine Wahl
Genau diese zwei Klassen zeichnen sich jetzt schon ab, und sie werden in den nächsten Jahren deutlicher werden. Auf der einen Seite Content ohne Inhalt, in Masse, gut klingend und gleichzeitig hohl und austauschbar. Auf der anderen Seite Gedanken, die wirklich tief durchdacht sind, die Menschen bewegen und zum Nachdenken bringen.

„Alles, was ich mir vorstelle, ist machbar.“
Genia Lackey, Teilnehmerin der Business Cockpit PilotgruppeUnd damit schließt sich der Kreis. Beides ist möglich.
KI kann dich kleiner machen, wenn du sie dazu verwendest, an deiner statt zu denken, und das Ergebnis unreflektiert in die Welt gibst.
Und KI kann dich in deine volle Größe bringen. Weil du durch die schnelleren, intensiveren Rückmeldungen zu allem, was du tust, immer besser weißt, was du im Kern denkst. Und deshalb immer klarer deine ganz eigene Stimme und deine ganz eigene Sache in die Welt bringen kannst.
Die eigentliche Frage dahinter ist nämlich keine Technik-Frage. Sie lautet:
Und wie kann ich sie jeden Tag noch mehr zum Ausdruck bringen und leben?
KI räumt mir den Kleinkram aus dem Weg, damit genau dafür Raum entsteht.
Der Test
Drei Fragen, die du dir vor jedem Gespräch mit deiner KI stellen solltest
- Wo stehe ich gerade?Die Standortbestimmung: Was habe ich zu diesem Thema schon in der Hand, und was fehlt mir noch?
- Wo will ich hin?Was soll am Ende dieses Gesprächs auf dem Tisch liegen, wenn es gut gelaufen ist?
- Was denke ich selbst dazu?Meine eigene Meinung, in drei ungeschliffenen Sätzen.
Erst dann die KI.
Wenn dir das leicht fällt, sitzt du am Steuer. Und wenn dir zur dritten Frage nichts einfällt, ist das kein Grund zur Sorge, sondern die ehrlichste Information, die du an diesem Tag bekommst.
Und jetzt bin ich neugierig: Wie hast du bisher mit KI gearbeitet? Hast du das Gefühl, sie macht dich größer oder kleiner? Und wie willst du das weiterentwickeln? Schreib mir, ich lese jede Antwort selbst.
So verleihst du deiner KI Flügel
Meine KI ist durch die Arbeit in meinem eigenen Workspace zu etwas ganz Eigenem geworden. Sie nimmt mir jeden Tag mehr ab und beschleunigt mich dabei, in meine volle Größe zu gehen und mein ganz Eigenes zu machen. Wie das konkret aussieht, zeige ich dir live, an meinem eigenen Business, Bildschirm auf.
Hier sicherst du dir deinen PlatzRund 60 Minuten plus deine Fragen. Gratis.
Meike Hohenwarter
Ich begleite Coaches & Expert:innen dabei, in ihre volle Größe zu gehen.
Entwickle dein Business.
Entfalte deine Persönlichkeit.
Lebe deine Essenz.
Nicht durch mehr Social Media, nicht durch bezahlte Ads.
Sondern durch Echtheit, Tiefe & Mut.
Seit 25 Jahren Coach und Unternehmerin, davon 14 Jahre im Online Business. Mentorin, Keynote-Speakerin und Autorin.
Mein Lebensmotto: Live Your Full Potential!
60.000+ Kursteilnehmer:innen · 500+ Einzelkund:innen begleitet · 4 Amazon-Bestseller · 2.500+ Bewertungen auf Proven Expert (4,5+ Sterne)
Meine Community ist dein Business Zuhause und begleitet dich online und offline vom Start bis zum Rock Star.
Bei mir bist du nie wieder alleine.
„Meike ist eine strahlende Seele voller Liebe und Tiefgang, die selbst jede Einladung des Lebens für Wachstum nutzt und mit all ihrer Weisheit & Expertise die Menschen sehend, stärkend und ermächtigend auf ihrem Weg begleitet.“
Anne-Kathrin Schmieg, Mentorin & Botschafterin für gelebtes Neues BewusstseinBlog & Podcast abonnieren
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