Bin ich schon gut genug?
Lieber hören? Diese Folge gibt es auch im Podcast „Volles Potenzial mit Meike Hohenwarter“: Folge 336.
Was du für eine olle Kamelle hältst,
ist dein größtes Talent
Steht dein großer Online-Kurs noch immer nicht? Wartet dein Buch seit Jahren in der Schublade? Und das Coaching-Programm, von dem du schon so vielen Menschen erzählt hast, verkauft sich noch immer nicht?
Dabei arbeitest du. Du tust etwas, jeden Tag. Du verdienst auch Geld, nur nie so viel, dass du dich einmal ausrasten könntest. Und tief drinnen spürst du: Da steckt mehr in mir. Ich bin gut in dem, was ich tue. Ich will Menschen helfen, ich will etwas in die Welt tragen.
Mein Versprechen:
In diesem Artikel erfährst du, wie du diese Dynamik endlich änderst und mit deiner genialsten Expertise sichtbar wirst. Und warum ausgerechnet das, was du für nichts Besonderes hältst, dich dabei trägt.
Neulich stand ich als Frank N. Furter auf der Bühne
Am 21. Oktober sang ich auf einer Bühne in Wien. Allein, mit Mikro, vor Publikum. Es war mein erster Solo-Gesangsauftritt überhaupt. Eine Sängerkarriere strebe ich nicht an. Es war eine dieser Challenges, die ich mir immer wieder stelle.
Erst am Wochenende davor, bei der Probe, sang ich zum ersten Mal in meinem Leben allein vor Menschen in ein Mikro. Ich wollte mich das nur getraut haben. Mehr wollte ich nicht.
Dann kam das Feedback, und es war so überwältigend, dass ich gar nicht wusste, wohin damit. Am Aufführungstag kamen mir Bekannte schon entgegen: „Ich hab gehört, dein Auftritt ist so toll!“ Ich war baff. So hätte ich mich selbst nie eingeschätzt.

Zwischen dem Bild, das wir von uns selbst haben, und dem Bild, das die Welt von uns hat, liegt oft ein ganzer Ozean. Und solange wir zu Hause sitzen, sehen wir nur unser eigenes Ufer.
Die Angst, aus der Herde auszuscheren
Was hält dich also zurück? Meistens ist es keine Frage des Könnens. Es ist die Angst, aus der Herde auszuscheren. Gesehen zu werden. Etwas zu tun, das nicht alle gut finden.
Es ist die Angst, dass dein Ex, deine frühere Kollegin oder deine Schwiegermutter deinen Post sieht, lacht und urteilt. Die Angst, dass jemand dein Angebot unter die Lupe nimmt und befindet, es sei nicht gut genug, es fehle etwas, das hätte man doch anders machen müssen.
Dafür gibt es einen Namen: Impostor-Syndrom, das Gefühl, Hochstapler:in zu sein, obwohl man genau weiß, was man kann. Das Tückische daran: Solange du zu Hause sitzt und über dein Angebot nur nachdenkst, wird die Angst größer. Sie wächst im Dunkeln. Kleiner wird sie nur draußen.
Dein Spagat: gesehen werden wollen und gleichzeitig unsichtbar bleiben
Dazu kommt etwas, das viele Menschen in sich tragen, die ich begleite: Sie sind keine Rampensäue. Sie zeigen sich nicht gerne in der Öffentlichkeit, sie wirken lieber im Hintergrund. Gründlich, verlässlich, mit viel Tiefe.
So entsteht ein unglaublicher Spagat. Auf der einen Seite hoffst du immer wieder, endlich sichtbar zu werden. Auf der anderen Seite hegst du den frommen Wunsch, unsichtbar zu bleiben.
Gesehen werden und unsichtbar bleiben:
Beides gleichzeitig geht nicht.

Ich war die, die sich nie auf die Bühne traute
Vielleicht denkst du jetzt: Du hast leicht reden, Meike. Du stehst ja gern auf der Bühne. Weit gefehlt.
Früher hatte ich solche Angst vor der Bühne, dass ich mir beim bloßen Gedanken daran am liebsten auf die Schuhe gekotzt hätte. Bewusst wurde mir das zum ersten Mal mit Anfang 20, im Network Marketing bei Herbalife. Dort sollten wir andauernd auf die Bühne gehen. Ich traute mich nie. Und wer stand ständig oben? Die Top-Verkäufer:innen. Sie trauten sich. Damals verstand ich zum ersten Mal, wie eng Sichtbarkeit und Umsatz zusammenhängen.
Später, mit meinem Lerncoaching-Institut, fuhr ich mit dem Fahrrad durch die Gegend und hängte überall Flyer und Poster auf. Größere Bühnen suchte ich mir nicht. Heute würde ich Vorträge in Schulen halten. Damals kam ich nicht einmal auf die Idee. Auf Netzwerktreffen brachte ich meinen Elevator Pitch kaum über die Lippen, an einen Zehn- oder Zwanzig-Minuten-Slot wagte ich nicht einmal zu denken. Ich wollte gesehen werden, aber zeigen wollte ich mich nicht.
Der Preis dafür war hoch. Solange ich mich versteckte, verkaufte ich nichts. Es kostete mich viel Geld und noch mehr Sichtbarkeit.
Und das Bitterste daran:
Rund um mich verkauften sich Menschen bestens, die gar nichts zu sagen hatten.
Sie wussten, wie sie sich ins rechte Licht rücken.
Ich dagegen war bis obenhin voll mit Wissen, mit dem Wissen, wie man es umsetzt, und mit so vielen Möglichkeiten, Menschen zu helfen. Und ich schwieg. Neben ihnen wirkte ich wie ein Schluck Wasser in der Kurve.
Ärger ist ein erstaunlich guter Lehrmeister
Genau dieser Ärger brachte mich weiter. Ich dachte mir immer: Ich habe wirklich eine Botschaft, und ich verstecke mich. Und andere, die keine Botschaft haben, brüllen irgendwas ins Mikro. Daraus wuchs der große Wunsch, öffentlich besser sprechen zu können.
Jedes Mal, wenn ich nicht spreche,
spricht jemand anderer statt meiner.
Ich näherte mich in Babyschritten an. Dann kam 2019 der Anruf von der FEMINESS: Ob ich in einem halben Jahr auf ihrer Bühne sprechen möchte, vor rund 500 Menschen? Ich war so starr vor Angst, dass ich sagte: „Entschuldigung, der Moment ist gerade nicht gut. Darf ich euch in einer Viertelstunde zurückrufen?“ Diese Viertelstunde hyperventilierte ich und sprach mir selbst Mut zu: Ich muss Ja sagen. Ich muss Ja sagen. Dann rief ich zurück und sagte: „Ja, klar, ich mache das.“ Live Your Full Potential!
Ein halbes Jahr lang holte ich mir Coaching und Schauspieltraining. Der Auftritt selbst war trotzdem mit Todesangst verbunden, nach Nächten fast ohne Schlaf. Und dann bekam ich Standing Ovations. Trotz all meiner Angst, und obwohl ich sicher noch etwas zugeschnürt war. Das war der Auftakt. Ich dachte mir: Okay, ich kann es. Ich bin heute nicht gestorben. Ich mache weiter.
Von dort an traute ich mir immer größere Schritte zu: in Bühnentrainings, im Frontier Training, wo ich immer wieder in den verschiedensten Rollen auf der Bühne stand, im Impro-Theater. Ein echter Schnellkurs war der Presenter Rocket Day von Matthias Garten. Einen ganzen Tag lang präsentierte ich vor rund 60 Menschen, und sie durften mich bewerten, beurteilen und formen. Ein anstrengender Tag. Aber danach fürchtete ich mich vor vielem nicht mehr, weil einfach alles mindestens einmal schiefgegangen war. Seitdem weiß ich: Es darf alles schiefgehen.
Eine Rampensau bin ich trotzdem bis heute keine. Eine Rampensau will um jeden Preis ins Scheinwerferlicht. Ich weiß, wofür ich auf der Bühne stehe, und deswegen mache ich es. Ich weiß, wie ich mit Menschen rede, sodass sie mich verstehen und mir zuhören, und deswegen mache ich es. Ich weiß, dass es meiner Sache dienlich ist, und deswegen mache ich es.
Was dir so klar ist wie dem Fisch das Wasser
Wenn du jetzt fragst, womit du dich zeigen sollst: Die Antwort liegt meistens dort, wo du sie am wenigsten vermutest.
Mit sieben oder acht Jahren erklärte ich meiner Oma ihre erste digitale Uhr. Danach meinte sie, ich solle unbedingt Lehrerin werden. Ab meinem 13. Lebensjahr gab ich Nachhilfe, zuerst den Nachbarskindern, dann immer größeren Kreisen. Unter der Hand wurde ich weiterempfohlen als die, bei der man es versteht.
Das wunderte mich. Für mich war es ganz logisch, so zu erklären, wie ich erklärte: mit vielen Skizzen, Schritt für Schritt heruntergebrochen, bis die jeweilige Person abgeholt war. Niemand fühlte sich dabei doof. Und oft hörte ich den Satz: „Jetzt habe ich es zum ersten Mal verstanden.“ Bis heute ist das meine Zone of Genius.
Heute habe ich das schwarz auf weiß. Ich ließ meine Bewertungen auf ProvenExpert von der KI auswerten. Am häufigsten steht dort: Bei Meike versteht man es. Bei Meike wird es plötzlich leicht. Und: Ich fühle mich kein Mal dumm. Lange sagte ich trotzdem: Gut erklären zu können, das ist doch nichts Besonderes.
Ich glaube, das trifft auf dich genauso zu. Das, was dir so klar ist wie dem Fisch das Wasser, ist deine größte Gabe. Vielleicht konntest du schon immer so gut zeichnen. Vielleicht bringst du andere Menschen zum Lachen, ohne es darauf anzulegen. Vielleicht bist du die Person, zu der alle mit ihrem Chaos kommen, weil du in wenigen Minuten Ordnung hineinbringst. Du hältst das für eine olle Kamelle, weil es in deinem Leben nichts Besonderes ist. Du konntest es schon immer, und du musst dich dafür nicht anstrengen. Genau das nehmen andere mit Begeisterung auf.
Was dir leichtfällt, ist kein Zeichen dafür, dass es wenig wert ist.
Es ist das Zeichen, dass es deins ist.
„Mädel, ich schau dich gerade das erste Mal an“
Auf einem Seminar von Veit Lindau saßen rund 300 Menschen eng zusammengepfercht. Meine Sitznachbarin hatte ich noch gar nicht richtig wahrgenommen, als wir eine Übung miteinander machen sollten: einander sagen, was man glaubt, was die andere über einen denkt.
Sie fing an und zählte in Windeseile alles Mögliche auf. Dass sie einen Fleck am Pullover hatte, weil sie ihren Kaffee verschüttet hatte. Dass ich sie deshalb für schlampig halten müsse. Dass sie nicht gut frisiert sei. Und vieles mehr.
Ich war baß erstaunt. Mädel, dachte ich, ich schau dich gerade das erste Mal an. Was soll ich da schon alles über dich gedacht haben?
Das berührte mich damals sehr. Und ich fragte mich: Wann mache ich das genauso?
Die meisten Urteile, vor denen wir uns fürchten, finden nur in unserem eigenen Kopf statt.
Und die paar, die trotzdem schlecht denken wollen?
Ehrlich: Es gibt sie. Ins Gesicht bekam ich es selten zu hören, über drei Ecken schon. Dafür gibt es den schönen Spruch: Wer auf andere zeigt, zeigt mit einem Finger auf die anderen und mit vier Fingern auf sich selbst zurück.
Da hilft nur, sich eine dicke Haut wachsen zu lassen. Und immer wieder neu zu entscheiden, dass du gut bist, so wie du bist. Vergleichen mit anderen bringt dich dabei keinen Schritt weiter.
Du kannst nie in die Köpfe anderer Menschen schauen. Wenn manche trotzdem schlecht denken wollen, dann lass es bei ihnen. Tatsache ist: Die allermeisten denken gut, wenn du mit deinem größten Talent in die Welt gehst und es herzeigst.
Auch in meinem Leben gibt es Menschen, die immer schlecht über mich denken werden, einfach weil sie es wollen. Da kann ich machen, was ich will.
Aber soll ich mich von diesen paar Menschen davon abhalten lassen,
meine Größe in die Welt zu bringen?
Und noch etwas: Sichtbar werden heißt nicht, laut zu werden. Was mich bis heute von den Schreiern unterscheidet, ist, dass ich nicht lüge und nichts aufbausche. Ich sage die Wahrheit, und ich tue nicht so, als wäre das Leben einfach. Das Leben ist komplex. Wer auf komplexe Fragen einfache Antworten will, wird zum Opfer der Schreier.
Wer akzeptiert, dass das Leben komplex ist
und dass das schön ist,
ist bei mir richtig.
Es geht nicht um den inneren Schweinehund
Wenn das Angebot in der Schublade bleibt, reden wir gern von Prokrastination, vom inneren Schweinehund. Doch es geht nie darum, dass jemand zu faul ist. Es geht darum, ob du mutig genug bist, den ersten Schritt zu gehen und zu sagen: Schau, ich habe hier etwas für dich.
In diesem Moment steckt die eigentliche Angst. Der Moment, in dem du lieferst, etwas zeigst, etwas abgibst. Ab da kannst du es nicht mehr zurücknehmen. Du lehnst dich aus dem Fenster, und Menschen könnten über dich urteilen. Und genau das ist der wichtige Moment, denn danach kommt fast immer gutes Feedback. Und erst dann bist du zum ersten Mal richtig motiviert weiterzumachen.
Die Angst verschwindet nur auf einem Weg
Die Angst davor, wie du in der Welt wahrgenommen wirst, verschwindet nur auf eine Art: indem du in der Welt wahrgenommen wirst. Indem du sichtbar wirst.

Und dann kommt der Realitätscheck. Meistens läuft er erstaunlich gut. Du wirst gut aufgenommen, vielleicht sogar begeistert. Verhöhnt, wie du es dir in deinem Kopf ausgemalt hast, wirst du ganz sicher nicht. Vielleicht wollen dir ein paar Menschen liebevoll noch ein bisschen Feedback geben. Kommen wir zurück zu meinem Gesangsauftritt: Ich wollte mich nur trauen, und die Menschen kamen mir mit Begeisterung entgegen.
Dabei lief auch bei uns längst nicht alles glatt. Wir waren alle keine Profis. Ich verpasste zweimal knapp meinen Einsatz, merkte es zum Glück und sang einfach etwas schneller. Ein Sänger trug sein selbst komponiertes Lied vor, vergaß seine Zeilen und musste mitten im Lied nachlesen. Das kann alles passieren. Niemand wurde ausgebuht, niemand wurde gesteinigt. Alle wurden beklatscht, und das Publikum hatte einen wunderbaren Abend.

Diesen Schritt musst du wagen. Niemand kann ihn dir abnehmen.
Wofür willst du sichtbar sein?
Und was kostet es dich, wenn du unsichtbar bleibst?
Vielleicht, dass du deinen Traum nicht leben kannst?
Frag drei Menschen, die dich gut kennen: Was fällt mir ihrer Meinung nach leicht?
Und dann vergleiche ihre Antworten mit dem, was du bisher für eine olle Kamelle gehalten hast.
Wie du Schritt für Schritt sichtbar wirst, zeige ich dir am Dienstag, 3. November, um 10 Uhr. Dann komm auf mein kostenloses Online-Training.
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Dienstag, 3. November, 10 Uhr
Wie du Schritt für Schritt sichtbar wirst und mit deiner genialsten Expertise in die Welt gehst.
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Seit 25 Jahren Coach und Unternehmerin, davon 14 Jahre im Online Business. Mentorin, Keynote-Speakerin und Autorin.
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Bei mir bist du nie wieder alleine.
„Meike ist eine strahlende Seele voller Liebe und Tiefgang, die selbst jede Einladung des Lebens für Wachstum nutzt und mit all ihrer Weisheit & Expertise die Menschen sehend, stärkend und ermächtigend auf ihrem Weg begleitet.“
Anne-Kathrin Schmieg, Mentorin & Botschafterin für gelebtes Neues Bewusstsein