22+1 Tipps für mehr Sichtbarkeit – Teil 2: Freebies & Co

Mache dich sichtbar - erreiche mehr Interessenten und Kunden!

Immer wieder werde ich von neuen Selbständigen gefragt, wie sie es schaffen, besser gesehen zu werden. Denn schon recht bald merken viele, dass eine eigene Webseite und ein Facebook-Auftritt alleine keine Kunden bringen. Man muss sich schon etwas mehr ins Zeug legen, um gesehen zu werden! Und nur wenn du sichtbar bist, können potenzielle Kunden überhaupt dein Angebot wahrnehmen – und letzten Endes auch kaufen.

Du willst also gesehen werden, damit Menschen sich für dein Angebot interessieren und es auch kaufen? Dann bist du genau richtig hier bei meinem 3teiligen Video-Blog!

In Teil 1 haben wir uns deinem Gesicht und dem Erstellen von Videos gewidmet.

Hier nun Teil 2!

Kostenloser Content

Viele UnternehmerInnen haben Angst, guten Content kostenlos herzugeben. "Wenn ich schon so viel umsonst hergebe, was habe ich denn dann noch zu verkaufen?" ist oft die Frage. Doch diese Angst ist unbegründet. Ganz im Gegenteil: Solange die Interessenten keine Kostprobe von dir erhalten haben, werden sie nichts kaufen. Weil sie kein Vertrauen haben, weil sie dich nicht kennen, weil es da draußen so viele andere gibt, die Ähnliches anbieten und deine potenziellen Kunden den Unterschied nicht klar erkennen können. Warum sollten sie bei dir buchen?

Content Marketing - so heißt die Strategie kostenlosen Inhalt herzugeben - ist DIE Marketing-Lösung für uns EinzelunternehmerInnen! So werden wir als ExpertInnen gesehen, gewinnen das Vertrauen von InteressentInnen und mache auf dieser Basis auch bald gute Verkäufe.

Mit oder ohne Tür davor?

Bei dem kostenlosen Content geht es vor allem darum, einmal den "Fuß in der Türe zu haben". Eine Marktdurchdringung wird von Tag zu Tag schwerer. Menschen müssen dich vielfach wahrgenommen haben, bevor dein Name und deine Exptertise überhaupt in ihr Bewusstsein dringen. Darum ist es sinnvoll, den kurzen Besuch auf deiner Webpage dazu zu nutzen, die Interessenten um ihre eMail-Adresse zu bitten (ja, das geht auch in Zeiten von DSGVO!). Nun hast du die Möglichkeit, ihnen bis auf Widerruf regelmäßig zu schreiben und so einen Teil der Abonnenten immer mehr für dich zu begeistern. Hier spricht man auch von Gated Content. Das heißt, der Content ist nicht ohne Weiteres sichtbar, der Interessent gibt hierfür die eMail-Adresse her.

Es gibt aber auch jede Menge ganz freien Content (Ungated Content), wofür nicht einmal mit der Mail-Adresse bezahlt wird. Videos auf Facebook und Youtube, Blog-Artikel, Podcast-Folgen und noch einiges mehr sind ganz frei zugänglich. Was bringt dir das denn überhaupt?

Nun erstens sollte natürlich auch jeder Blog-Artikel und jedes Video mit einer vorher geplanten Strategie erstellt werden. Es geht nie nur um die Frage "Was weiß ich eigentlich?", sondern immer darum: "Wohin führe ich mit meinem Blog-Artikel/Video? Auf welches Angebot kann ich damit aufmerksam machen?" Und hierzu gibt es dann im freien Content Promotion und auch eine Handlungsaufforderung.

Und zweitens gibt es heute mehr Möglichkeiten als nur die eMail-Adresse, um Interessenten auch weiterhin am Laufenden zu halten. So kann man zum Beispiel bei Facebook sogenannte Retargeting-Ads setzen. Diese zeigen nur ganz bestimmten Menschen ganz bestimmte Werbung. Im Idealfall holen sie die Interessenten genau da ab, wo sie in deinem Funnel zuletzt stecken geblieben sind und zeigen ihnen den nächsten Schritt, den sie mit dir gehen können. Dazu braucht man keine eMail-Adresse!

Tipp 8: Erstelle Blog-Artikel

Wenn du schon immer gerne geschrieben hast, dann ist ein Blog genau das richtige Medium für dich. Er ist eigentlich ein echter Klassiker für freien Content.

Hast du dich hingegen schon in der Schule immer davor gedrückt, Aufsätze zu schreiben, dann quäle dich nicht damit. Eine Möglichkeit wäre noch das Outsourcing an einen Ghostwriter, wenn du einen Blog für sehr wichtig in deiner Branche hältst.

Tipp 9: Starte einen Podcast

Wenn du Menschen schon immer mit deiner Stimme und deinen Erzählungen fesseln konntest, dann ist eventuell ein Podcast genau das richtige Medium für dich. Du kannst Tipps geben, Best Practice Beispiele erklären, Interview-Gäste zu deinem Thema einladen und noch vieles mehr.

Podcasts können heute auf praktisch allen Handys per App oder über iTunes abonniert werden.

Tipp 10: QnA - Question and Answer

Schon im ersten Teil habe ich über die Möglichkeiten von Facebook Live gesprochen. Hier eine Idee zu einem möglichen Format: Veranstalte regelmäßige Fragestunden. Die Fragen können dir die Leute schon im Vorfeld oder auch live stellen und du beantwortest sie dann in einem Facebook Live.

Tipp: Bereite auf jeden Fall schon ein paar Fragen vor, da die Zuseher am Anfang meist etwas schüchtern sind und es peinlich ist, wenn du keine Fragen zu beantworten hast.

Tipp 11: Halte eine Sprechstunde

Anstatt vieler Einzelgespräche bietest du deinen Kunden an, ihre Probleme öffentlich zu bearbeiten. Dein Vorteil: Du und deine Expertise werden sichtbar. Der Vorteil für die Teilnehmerinnen: Ihre Fragen werden kostenlos beantwortet.

Tipp 12: Veranstalte Live-Coachings

Auch Coachings kannst du öffentlich abhalten, zum Beispiel auf Facebook Live oder in deinem Podcast. Wie auch schon die beiden Tipps davor trägt das zum Bekanntwerden deiner Expertise bei.

Tipp: All diesen Content kannst du danach weiter verwenden, zum Beispiel können diese Videos und Audios als Ressourcen auf deiner Mitglieder-Plattform angeboten werden.

Tipp 13: eBooks/Cheat Sheets/Checklisten

Bisher haben wir über den ganz freien Content (Ungated Content) gesprochen, nun geht es um deine Freebies, auf gut Englisch Lead Magnets - also Inhalte für die du die eMail-Adresse des Interessenten erhältst.

Ganz vorne weg sind hierbei natürlich alle Arten von pdfs von eBooks über Cheat Sheets, Checklisten oder auch Best Practice Beispielen.

Sie sind relativ schnell erstellt und werden auch ohne großes Zögern gebucht, da sie im Normalfall schnell zu lesen sind.

Tipp 14: Video-Kurse

Sehr beliebt als Freebies sind natürlich auch Live Webinare und auch Auto-Webinare, die haben wir schon in Teil 1 besprochen.

Ähnlich sind auch alle Formen von Videokursen. Besonders toll sind auch mehrteilige Kurse á là Jeff Walker.

Hier wirken immer 2 Kräfte gegeneinander: Um so leichter konsumierbar ein Freebie ist (sprich Cheat-Sheet) desto eher wird es bestellt. Aber natürlich erzeugt das auf der anderen Seite auch lange nicht so viel Kundenbindung, weil pdfs oft einfach nur in der Dropbox abgespeichert werden - anstatt gelesen zu werden.

In längeren Video-Kursen oder Webinaren kannst du natürlich viel mehr Vertrauen aufbauen und dich besser positionieren, sie werden aber nicht so häufig gebucht, weil sie eben implizieren, dass sich ein Interessent gleich länger Zeit für dich nimmt - und Zeit ist ein kostbares Gut - du musst sie also wert sein!

Tipp 15: Halte kostenlose Erstgespräche

Besonders wenn du in Sachen Coaching unterwegs bist, sind kurze kostenlose Erstgespräche eine gute Gelegenheit, dass dich potenzielle Kunden beschnuppern und befragen. "Kannst du mir helfen? Passt die Chemie?"

Biete solche Gespräche in Zeit-Slots an, die man automatisiert über kostenlose Software (zB Calendly)  buchen kann. Du kannst entweder wöchentlich ein paar solcher Slots zur Verfügung stellen oder auch hier und da massiv in solche Erstgespräche werben - zum Beispiel kurz bevor du ein Programm launcht.

Und selbst, wenn es im Moment nicht passt, hast du langfristig meistens einen Kunden gewonnen!

Tipp 16: Veranstalte Challenges

Egal um was es in deinem Business geht, das Schwerste für deine Interessenten ist es oft, überhaupt loszustarten. Wir alle kennen ihn, den angeblichen Schweinehund, der uns nicht loslegen lässt.

Doch meistens ist es nicht die grenzenlose Faulheit, die Menschen nicht ins Tun kommen lässt, sondern Unklarheit und Verwirrung - oft gepaart mit den Gefühl, es alleine nicht zu schaffen.

Hier helfen Challenges in denen du Menschen anbieten kannst, den Start gemeinsam mit einer Gruppe zu erleben. Üblich ist es, regelmäßig über einen bestimmten Zeitraum Inputs und Aufgaben zu geben, die die Teilnehmer dann erledigen. Über Erfolge, Fragen und Hindernisse kann dann in der speziellen Challenge-Facebook-Gruppe diskutiert werden. Und du als ExpertIn bist natürlich auch hilfreich dabei.

Nachdem die TeilnehmerInnen nun einige Tage mit deiner Hilfe unterwegs waren, ist es oft ein echt logischer Schritt auch in Zukunft mit dir zusammen zu arbeiten. Du brauchst also nur noch ein passendes Angebot zu unterbreiten!

Mache dich sichtbar und setze die richtigen Schritte in Richtung Online Business!

So, das waren jetzt weitere Tipps, wie du dich online sichtbar machst.

Bald erscheint auch Teil 3!

Wie geht es dir mit deiner Sichtbarkeit? Was kannst du schon gut? Was hält dich noch zurück? Erzähle mir von deinen Erfahrungen!

2 Comments

  1. Veröffentlich von christiane am 19. Oktober 2018 um 21:47

    danke, so viele Möglichkeiten, da schwirrt mir noch der Kopf :-)) , aber super Anregungen!

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