Online Abos versus Online Kurse – was ist der Unterschied?

Coachings auf Zoom abzuhalten ist noch kein Online Business!

Seit dem Corona-Shutdown und den entsprechenden finanziellen Einbußen interessieren sich zunehmend mehr Coaches, Trainer und Speaker für Online Lösungen. Fast jeder Unternehmer hat in dieser Krisen-Zeit gelernt, Online Coachings oder auch Webinare abzuhalten Doch das sind immer noch Zeit gegen Geld Lösungen, die nicht aus dem Hamsterrad herausführen. Um ein skalierbares Business mit passiven Einkommensquellen zu starten braucht es mehr!

Ein Online Kurs oder auch ein Online Abo wäre die Lösung. Was ist nun genau der Unterschied - was passt für wen?

Die Übergänge sind fließend

Wenn du in sieben aufeinanderfolgenden Videos eine praktische Anleitung gibst, um ein Problem zu lösen, dann ist das klar ein Kurs. So weit so klar.

Doch was, wenn dein Online Kurs viele Module enthält und deine Kunden Zugang auf ein Jahr erhalten und dir die Gebühr in 12 Monatsraten überweisen? Das hat viel Ähnlichkeit mit einem Abo, hat aber ein klares Ende und ist somit doch eigentlich ein Kurs.

Sehr gewundert hat mich in diesem Zusammenhang das Angebot von Stu McLaren, den man wohl im amerikanischen Raum als "Mr. Membership" bezeichnen kann. Letztes Jahr hatte ich seinen Kurs besucht und zusammen mit meinem Sohn Niklas auch seinen Workshop in Toronto besucht. Zu unserer kompletten Verwunderung mussten wir feststellen, dass "Mr. Membership" himself ausschließlich Jahreskurse und kein einziges Abo anbietet. "Do as you preach" war hier wohl eher Fehlanzeige.

Kriterium 1: "Immerwährende Zahlungen"

Dementsprechend würde ich als eines der wichtigsten Unterscheidungs-Kriterien zwischen Online Kursen und Online Abos anführen, dass Abos kein Ablaufdatum haben. Bezahlt wird bis auf Widerruf - was wenn du als Anbieter alles richtig machst - durchaus einige Jahre sein kann.

Die Vorteile für den Unternehmer kennen wir von Zeitungs-Abos, Fitness-Center Abos und auch zum Beispiel Netflix & Co. Einmal gebucht wird das Abo meistens sehr lange behalten - selbst wenn es oft nicht oder nur wenig genutzt wird.

Natürlich ist es nicht unser Ansinnen als Online Abo Anbieter, dass die Leute nur zahlen und die Inhalte nicht nutzen. Wir wünschen uns natürlich, dass unsere Kunden unsere Videos ansehen und unsere Anleitungen auch umsetzen. Doch trotz allem ist und bleibt es so, dass Menschen (auch unsere Kunden) sich meist mehr vornehmen als sie schaffen und somit auch in unserem Abo nicht jeder zum großen Umsetzer wird. Das ist schade, aber schadet uns nicht.

Ist ein Online Kurs zu Ende werden nicht aktive Nutzer nichts nachbuchen. Ein Online Abos ist nie zu Ende - und wenn es für die Kunden leicht leistbar ist, dann bleiben sie oft lange im System - oft einfach mit dem frommen Wunsch, nächsten Monat endlich mit der Umsetzung anzufangen.

Dass schon eine geringe Abo-Gebühr mit einer Basis-Anzahl an Nutzern ein gutes regelmäßiges Einkommen bescheren kann, war Inhalt dieses Artikels.

Kriterium 2: Regelmäßige neue Inhalte

Eine weitere Unterscheidung ist wohl der Anspruch eines Abos, regelmäßig (meist monatlich) neue Inhalte zu veröffentlichen.

Doch auch das ist nicht immer und überall wahr. Denn auch viele größere Online Kurs Formate "beschmeißen" ihre Kunden nicht von Anfang an mit allen Inhalten, sondern geben die Module auf Wochen- oder Monatsbasis nach und nach frei.

Und umgekehrt verspreche ich zum Beispiel in meiner Online Business Academy - meinem ältesten Abo - schon lange keine neuen Inhalte mehr, da diese so umfangreich ist, dass alle gut damit zu tun haben - bis sie ihr eines Tages entwachsen. Neue Inhalte stelle ich nur noch nach Bedarf ein.

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Meike Hohenwarter ist Mentorin für wirksame Online-Business- und Marketing-Strategien und gilt in der DACH-Region als führende Expertin für Online-Kurse. Unter dem Motto „Live Your Full Potential – Mach Dein Wissen zu Geld“ hat die digitale Strategin in den vergangenen 10 Jahren mehr als 500 Trainer, Berater und Coaches darin begleitet, im Netz selbst ein erfolgreiches Online-Business zu starten und es weiterzuentwickeln.

Meike Hohenwarter verspricht keine Erfolge über Nacht, sondern lehrt konsequenten, nachhaltigen Businessaufbau. Dadurch erzielen ihre Coachees ein stetig steigendes passives Einkommen, ernten eine höhere Anerkennung als Expert:innen und sind in der Lage, viel mehr Menschen zu helfen als zuvor. Mit weit über 100 erfolgreich vermarkteten Online-Kursen, einem Following von über 60.000 Teilnehmer:innen und einer Durchschnittsbewertung von über 4,5 von 5 Sternen für ihre Online-Kurse gilt Meike Hohenwarter mittlerweile als die "Online-Kurs-Queen". Ihr Wissen und ihre umfassende Erfahrung sind in Deutschland, Österreich und der Schweiz auch in Offline- und hybriden Events sehr gefragt. Als Keynote Speakerin ist Meike Hohenwarter unter anderem auf dem Internationalen Marketing Kongress (IMK) und auf dem Online Marketing Kongress (OMKO) eine feste Größe.

Kriterium 3: Launching versus Evergreen

Meistens unterscheidet sich die Art der Vermarktung: Während Online Kurse meist gelauncht werden, werden die meisten Abos im Evergreen Modell vertrieben.

Die Vorteile von Launching: In kurzer Zeit wird komprimiert sehr viel Energie erzeugt - es wird auf den Topf geschlagen, damit wirklich jeder weiß, dass es jetzt diesen Online Kurs zu kaufen gibt. Das führt zu einem Peak im Verkauf - es wird schnell sehr viel Geld umgesetzt (wenn man's richtig macht!).

Nachteil vom Launching ist, dass es natürlich viel Arbeit macht, einen Launch durchzuführen, du gehst oft live und solltest jede Menge wertvolle Inhalte bereits kostenlos anbieten.

Evergreen ist dahingegen etwas ruhiger: Man kann das Abo immer kaufen. Das bedeutet weniger Stress für den Unternehmer, aber natürlich auch nicht so hohe Umsätze - diese dafür aber kontinuierlicher. Nachteil: viele potenzielle Kunden verschieben einen Kauf von einem Monat auf den nächsten, da ihnen ja nichts davonläuft.

Daher ist es durchaus auch für Abo-Unternehmer sinnvoll, dieses immer wieder auch mal zu launchen, indem eine besonder Aktion, zB ein interessanter Bonus angeboten wird. Umgekehrt wenden natürlich viele Online Kurs Besitzer keine Launching-Methoden an, da sie diese nicht kennen oder können.

Kriterium 4: Aufbau einer Community

Viele Abos sind nicht nur das Pool für eine große Wissens-Vermittlung, sondern gleichzeitig auch ein Drehscheibe, um Menschen zusammenzubringen und zusammen wachsen zu lassen. "Likeminded people" - also Menschen vom ähnlichen Schlag und mit gleichen Zielen kommunizieren miteinander über das Thema, unterstützen sich dabei, groß und erfolgreich zu werden und werden oft sogar Freunde. Nicht umsonst gibt es in diesem Zusammenhang den Spruch: "They come für the content, they stay for the community" - also sie kommen wegen des Inhaltes und bleiben wegen der Gemeinschaft.

Doch auch hier bestimmt wieder einmal die Ausnahme die Regel, denn es gibt auch jede Menge Online Kurse, die auf Community setzen. Und: Es gibt auch viele tolle Aobs ganz ohne eine Plattform für den Austausch. In solchen Selbstlern-Abos würden die TeilnehmerInnen noch nicht einmal merken, wenn sie die Einzigen auf der Mitglieder-Seiten wären, da ein Austausch vom Angebot her einfach gar nicht vorgesehen ist. Und auch für diese Abos gibt es jede Menge erfolgreiche Vorbilder! 

Natürlich gibt es auch hier wieder viele Zwischenlösungen, wie zum Beispiel meine Academy: Ein großartiger Austausch ist nicht vorgesehen, und doch gibt es eine Facebook Gruppe und auch eine Kommentar-Funktion auf der Plattform, um mir Fragen zu stellen.

Online Kurs oder Abo - was ist das Richtige für dich?

Wenn du dich nun also mit der Idee trägst, dein Wissen online zu stellen, um endlich auch passive Einnahme durch dein Experten-Wissen generieren zu können, dann solltest du Folgendes bedenken:

Kleine, überschaubare Inhalte gehören in jedem Fall in einen Online Kurs, das ist klar! Oft ist ein kleiner Kurs, der nur wenige Videos umfasst ein guter Start, um die ersten Erfahrungen  mit Videos, der Technik und allem drumherum zu machen.

Falls du umfangreichere Inhalte planst und dir nicht sicher bist, ob es ein Abo oder Kurs werden soll, dann denke vor allem darüber nach, wie nachhaltig du dieses Kurs-Business aufbauen willst.

Bist du bereit, dich zumindest zu einem Jahr regelmäßiger Content-Kreation zu committen?
Hast du genügend zu dem gewählten Thema zu sagen? 
Würde es dir Freude bereiten, eine Community zu diesem Thema aufzubauen und zu begleiten?

Die Bandbreite der zu liefernden Inhalte können hierbei sehr unterschiedlich sein: In der Academy erhalten die Kunden regelmäßig neue Kurse zur Anwendung von Online Marketing Software und Umsetzung von Online Themen. Eine Modeberaterin könnte regelmäßig neue Trend präsentieren, eine Lehrerin neue Unterrichtsmaterialien, ein Yoga-Lehrer neue Anleitungen für Asanas, eine Achtsamkeits-Lehrerin neue geführte Meditationen und andere Unternehmerinnen wiederum andere Informationen und Inspirationen. Ganz generell passt das also für jede Art der langfristigen Lebens-Veränderung beziehungsweise für die Begleitung größerer Projekte.

Tipp: In meinem Online Kurs Professional Programm bekommst du umfangreiche Unterstützung beim Erstellen deines ersten Online Kurses. In der 2. Juni-Hälfte finden 3 Abo-Intensiv Workshops statt, in deinen wir auch speziell auf die Abo-Variante und ihre Besonderheiten eingehen.

Noch ein Tipp: Nur noch wenige Tage kannst du Online Kurs Professional zum absolut unschlagbaren Corona Sonderpreis buchen!

Wie sieht es bei dir aus? Planst du einen Online Kurs oder ein Online Abo? Was hat dich bisher noch abgehalten?

Hat dich mein Artikel berührt, inspiriert, erstaunt? Erzähle es mir in den Kommentaren!

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