Das Freebie - der beste Weg, um deine Liste aufzubauen

Dein Freebie ist der Start in dein Listbuilding, denn niemand will sich in einen weiteren Newsletter eintragen, doch jeder nimmt gerne eine Kostprobe deines Könnens, wenn sie ihm/ihr weiterhilft!

Für die einen ist das ganz klar und gehört zum täglichen Marketingvokabular, andere wissen vielleicht noch gar nicht, was das überhaupt ist. Man redet auch - um weitere englische Online Marketing Begriffe zu verwenden - von einem Lead Magnet oder Give Away.

Wozu ein Freebie?

Ein Freebie dient dazu, eMail-Adressen einzusammeln. Denn die klassische Newsletter-Eintragung hat ausgedient. Ganz ehrlich: zu wie vielen Newslettern hast du dich in den letzten Tagen, Wochen und Monaten pro-aktiv eingetragen mit dem Gedanken „Ich möchte endlich mehr Newsletter bekommen!“? Wahrscheinlich zu keinem, oder?

Im Gegenteil, die Haken, die bei der Bestätigung zur Newsletter-Anmeldung gesetzt werden müssen, streichst du vermutlich heraus, so wie ich. Niemand möchte noch mehr Newsletter im eMail-Postfach haben. Auf der anderen Seite möchtest du als UnternehmerIn natürlich, dass deine Newsletter gelesen werden.

Genau dafür gibt es das Freebie. Es ist ein Gustostück deines Könnens, du gibst ein wenig von dem her, was du später auch in Verkaufsprogrammen anzubieten hast. Du zeigst wie du arbeitest und welche Werte dir wichtig sind - kostenlos. Nun nicht ganz: der Interessent „bezahlt“ nämlich mit seiner eMail Adresse, die er in ein Anmeldefeld einträgt. Dafür bekommt er dein Video, dein Webinar, deine Checkliste oder was immer du als Freebie anzubieten hast.

Einfach oder kompliziert?

Das klingt prinzipiell einfach - und ist es auch für den Kunden. Für den Unternehmer, der das noch nie zuvor gemacht hat, ist das erste Freebie aber doch eine kleine Herausforderung.

Genau dafür gibt es bei mir den Großen Freebie-Kurs, damit du lernst, wie es leichter geht. Denn viele schieben das Thema schon ewig vor sich her und schaffen die Umsetzung nicht.

Solange du aber kein Freebie hast, fängst du eben nicht an eMail-Adressen einzusammeln. Hier „beißt sich die Katze in den Schwanz“ und diese Hürde gilt es zu überwinden. Ich möchte jetzt über drei typische Fehler sprechen, die ich in Bezug auf Listbuilding und Freebie immer wieder sehe. 

Fehler Nummer 1: die Wichtigkeit des Listbuildings wird unterschätzt

Vielen ist einfach nicht bewusst, wie wichtig es ist, eMail-Adressen einzusammeln. Online Business-Anfänger denken meist zuerst an Social Media. Dagegen ist nichts zu sagen, denn viele Kontakte, Fans und Follower sind ein guter Social Proof.

Vergiss aber nie, dass du dich auf gemietetem Grund befindest. Sollte Mark Zuckerberg eines schönen Tages beschließen, dass es Facebook in dieser Form nicht mehr gibt, wird dein Account gelöscht, deine Gruppe geschlossen und alles, was du dir aufgebaut hast, ist einfach weg. Außerdem ist ein Fan auf FB bei weitem nicht so viel wert wie jemand, der sich in deine eMail-Liste eingetragen hat. Dazu gibt es beeindruckende Schätzungen. Jeff Walker sagt, zum Beispiel, dass ein eMail-Kontakt 15 Mal mehr wert ist als ein Social Media-Kontakt. Zwischen 10 und 50-fach habe ich alles schon gehört.

Beobachte dich einmal selbst: wie reagierst du, wenn du etwas Unpassendes erhältst? Etwas, das du eigentlich nicht haben willst, sprich Spam. Wenn es auf Facebook in deinem Newsfeed auftaucht, scrollst du einfach weiter und denkst nicht mehr darüber nach. Wenn dir aber jemand etwas, das du nicht haben wolltest, in dein eMail-Postfach schickt, sieht die Sache anders aus. In diesem Fall wirst du höchstwahrscheinlich viel wütender und daran merkst du, dass es viel intimer ist. 

Umgekehrt ist es aber auch viel wertvoller, wenn es eine wichtige Information ist. Informationen über Produkte nimmst du viel ernster, wenn sie per eMail kommuniziert und nicht einfach auf Facebook gepostet werden. Genau deswegen möchtest auch du über deine Produkte und dein Business ganz allgemein per eMail informieren, weil es ernster genommen und viel eher gelesen wird. 

Intermezzo: Tipp zum Thema Datenschutz

Ganz wichtig für Neuanfänger: Du kannst nicht einfach dein Outlook-Konto verwenden. 2018 gab es die Aufregung um die DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung), aber bereits davor - seit dem Jahr 2000 - ist das rechtskonforme Double Opt-In verpflichtend. Das bedeutet, dass jeder, der sich einträgt, ein weiteres Mal bestätigen muss, wirklich in deine  Liste aufgenommen werden zu wollen. Um das technisch umsetzen zu können, brauchst du eine geeignete Software wie z.B. Active Campaign (das verwende ich derzeit), davor war ich bei KlickTipp, es gibt aber auch MailChimp und viele andere Anbieter. Eines dieser Programme benötigst du, bevor du mit deiner eMail-Liste startest. 

Fazit zum Fehler Nummer 1: Viele Menschen verstehen gar nicht, warum es wichtig ist, eMail-Adressen von Leuten zu sammeln, die dir bis auf Widerruf die Erlaubnis gegeben haben, dass du ihnen schreiben darfst. Viele starten überhaupt nicht und manche starten viel zu spät mit ihrer Liste. Das bringt uns zu 

Der erste Schritt zu einer großen Liste: Dein Freebie!

Fehler Nummer 2: Das Listbuilding wird zu spät gestartet

Da gibt es die Geschichte von Ronald (Name von der Redaktion geändert), die ich bereits vor einigen Jahren in meinem Buch beschrieben habe. Er weiß, dass er sich irgendwann einmal online selbstständig machen will. Noch nicht jetzt gleich, aber er weiß es ganz genau und er weiß auch womit: Er möchte Fastenwanderungen anbieten. Doch jetzt kann er aus diversen Gründen noch nicht. 

Besagter Ronald war schon vor vielen Jahren bei mir und hat mich gefragt, was ich ihm raten würde. Meine Empfehlung war, sofort mit dem Einsammeln von eMail-Adressen zu beginnen. Bis heute hat er sein Business nicht gestartet und bis heute hat er kein Freebie und damit noch gar nicht angefangen, Adressen zu sammeln. 

Das Problem dabei: wenn Ronald wirklich eines Tages seine Fastenwanderungen startet, fängt er bei Null an. Dann hat er ein Produkt, aber noch immer keinen einzigen Kunden. Hätte er schon vor 5 Jahren oder länger angefangen, ein Freebie anzubieten, Adressen zu sammeln und seinen Interessenten – wenn auch nur einmal im Quartal - eine für sie wertvolle Information zukommen lassen, wäre die erste Fastenwanderung, die er anbietet, wahrscheinlich gleich ausgebucht. 

Das ist sehr schade, doch ganz viele erkennen nicht, dass die Liste dein Multiplikator ist. Es heißt auch immer „Das Geld liegt in der Liste“, das ist zwar etwas abgedroschen, doch es ist tatsächlich so. Ich möchte mit dir eine einfache Milchmädchenrechnung machen: 

Milchmädchenrechnung

Eine Null mehr bei der Liste, eine Null mehr beim Umsatz. Je mehr Leute in der Liste, desto mehr Umsatz. 

Du siehst: Das Geld liegt tatsächlich in der Liste - wie man oft hört. Natürlich müssen es Leute sein, die darauf ansprechen, sonst wird die Conversion Rate von 5% nicht halten. 

Fazit zum Fehler Nummer 2: Fang lieber heute als morgen an, auch wenn du noch kein Produkt hast. Wenn du zuerst ein Produkt kreierst und noch niemanden hast, dem du es anbieten kannst, stehst du mit deinem Produkt da und niemand kauft es. Also lieber gleich mit dem Listenaufbau beginnen. Er ist das Alpha und das Omega in unserem Geschäft.

Natürlich kann man es auch als Omega machen und erst dann, wenn man ein Produkt hat starten, aber denk an die Ronald-Geschichte, viel besser ist es, du startest mit dem Listenaufbau sobald du weißt, was du tun möchtest und hast vielleicht erst ein halbes oder ganzes Jahr später ein Produkt. Dafür aber hast du gleich Käufer - und das ist viel wert.  

Fehler Nummer 3: Das Freebie passt nicht zum Angebot

Manche haben zwar verstanden, warum sie ein Freebie brauchen, erstellen aber dann einfach irgendetwas.

Es nützt dir letzten Endes überhaupt nichts, wenn sich Leute z.B. für eine Meditation eintragen, die du als Freebie hergibst, du ihnen danach aber einen Kurs über Pinterest-Marketing verkaufen möchtest. Das ist natürlich ein Extrembeispiel, aber du verstehst, was ich meine. Du musst immer das Ende im Sinn haben. Das Ende ist dein Produkt oder sogar mehrere Produkte, eine ganze Produkt-Treppe zu einem bestimmten Thema, es ist das, was du verkaufen möchtest. Wenn es bei deinem Freebie aber um ein ganz anderes Thema geht, tragen sich die Leiue zwar ein, doch der nächste Schritt ist für sie nicht nachvollziehbar. Warum sollen sie nach dem Freebie einen Kurs kaufen, in dem es um etwas ganz anderes geht?

Das Freebie ist nicht irgendein Gustostück deines Könnens, sondern ein Teil - quasi eine Ouvertüre - dessen, was du nachher verkaufen willst. 

Reverse Engineering: Das Ende im Blick

Reverse Engineering bedeutet so viel wie rückwärts aufgebaut. Denke vorwärts und blicke auf dein Ziel, dann gehe von diesem Ziel wieder rückwärts und überlege, wie du es in immer kleinere Stufen, immer kleinere Kostproben aufteilen kannst, damit diese Brotkrumen einen Sinn machen für den Kunden.

Sieh dein Freebie als kleinen Auftakt, als Ouvertüre von dem, was es nachher zu kaufen gibt. Dann wird es funktionieren, dann werden die Leute sagen: „das gefällt mir, davon möchte ich mehr haben“. Und dieses Mehr kostet dann etwas. So funktioniert es. Wenn du aber einfach irgendwelche Freebies streust nach dem Motto „was kann ich schnell basteln“, dann hast du zwar ein Freebie und sammelst Adressen, wirst am Ende des Tages aber nichts verkaufen, weil die Leute diesen Bruch nicht verstehen, der da vollzogen wird. 

Wann startest du mit deinem ersten Freebie durch?

Ich weiß, ein Freebie ist für viele eine Herausforderung, da kommt einiges an Technik, Gedanken und Strategie zusammen. Deswegen gibt es auch meinen Großen Freebie-Kurs. Vielleicht magst ja auch du mit dabei sein und dein erstes Freebie erstellen. Dann geht es richtig los mit Online Marketing und Listbuilding, dann wird es wirklich spannend und schön. Und genau da möchte ich dich auch gerne sehen! 

Ich freue mich schon darauf, wenn ich mich bald für dein Freebie eintragen kann. 

Erzähle mir: Hast du schon ein Freebie? Was sind deine Herausforderungen und Überlegungen zum Thema Freebie?

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