Webinar-Lösungen: Edudip, Zoom oder Webinarjam?

Webinar-Lösungen

Dein Start in die Webinarwelt

Webinare sind DER Renner, wenn es um den Aufbau deines Online Business geht, da gibt es keinen Zweifel. Doch darüber will ich heute gar nicht sprechen, davon wird mein nächster Podcast handeln. In diesem Blog-Artikel geht es vielmehr um die Software, die du für deine Webinare benutzt.

Für den Start meiner kostenlosen 10-tägigen Webinar-Reihe "Mein Start ins Online Business" habe ich selbst noch einmal drei große Anbieter Edudip, Zoom und Webinarjam miteinander verglichen. Stoff genug für einen ausführlichen Beitrag!

Edudip - die deutschsprachige Lösung

Als ich meine Webinar-Karriere vor gut sechs Jahren gestartet habe, hielt ich alle Webinare auf Edudip. Großer Vorteile für deutschsprachige User ist natürlich die Tatsache, dass alles auf Deutsch angelegt ist und sowohl der Host als auch die Besucher des Englischen nicht mächtig sein müssen - doch um das gleich vorwegzunehmen, das kannst du auch bei Zoom und zum Teil auch bei Webinarjam erwarten. Im Hinblick auf die neue Datenschutzverodnung kann man sich beim deutschen Anbieter wohl ziemlich sicher sein, dass hier alle neuen Regeln bedacht wurden!

Das allergrößte Plus sehe ich persönlich im Marktplatz, denn alle Edudip-Webinare können direkt auf der Plattform auch angekündigt werden. Das bringt den Vorteil, dass du praktisch noch einen weiteren Werbe-Kanal hast und sich - oft in letzter Sekunde - noch zusätzlich Menschen anmelden, die du bis dahin nicht auf deiner Liste hattest.

Daher wäre an und für sich Edudip weiterhin mein Favorit, doch der große Nachteil bei Edudip ist die etwas veraltete Technik, denn du hältst deine Webinare dort noch immer mit Flash. Ehrlich gesagt war das für mich der Hauptgrund, mich gegen Edudip zu entscheiden, da ich mir auf meinen neuen Computer gar kein Flash mehr installieren will. Hier die Stellungnahme des Supports: "Unser aktuelles Angebot läuft nach wie vor auf Flash. Zukünftig bieten wir mit edudip-next (www.edudip-next.com) eine gänzlich neue Lösung basierend auf HTML5 an. Paralell hierzu werden die bisherigen Pakete auf Basis von Flash weiterlaufen." Und auch ein Streaming auf Facebook Live und Youtube, wie es Zoom und Webinarjam anbieten, ist lauf Support nicht in Planung.

[Nachtrag vom September 2018: Seit ca. 2 Monaten hat Edudip nun auf HTML5 umgestellt, ein Live Streaming ist allerdings weiterhin nicht in Planung laut Support-Auskunft.]

Ja, das ist die andere Neuigkeit auf Edudip: Mit Edudip Next wird hier an einer ganz neuen Business-Lösung gearbeitet. Diese startet ab einem Monatspreis von 99 € für 100 Teilnehmer. Das Argument für den teueren Preis ist die HTML5 Technik (die andere Anbieter schon lange haben) und außerdem mehrere Gadgets, wie das Erstellen von Landingpages, Reporting, Aufzeichnungen, Teilnehmer-Benachrichtigungen und Teilnahme ohne Registrierung angepriesen - doch das alles kann das "alte" Edudip und praktisch jede andere Webinar-Lösung auch - ich wüsste also nicht, warum ich gut das Doppelte zahlen sollte im Vergleich zum Vorgänger-Modell. Das einzig wirklich neue, das ich finden konnte ist die Schnittstelle zu Newsletter-Tools, welche das im Detail sind, kann man in der Preview nicht sehen.

Mein Fazit: Wäre das "alte" Edudip schon auf HTML5 und gäbe es die Möglichkeit auf Social Media zu streamen, dann wäre es höchstwahrscheinlich mein Favorit. Mit der Pro-Version um 49 € kann man sage und schreibe 1000 Teilnehmer annehmen - und hat auch sonst alles, was das Webinar-Trainer-Herz begehrt. Und wie gesagt, der Marktplatz sowie die Möglichkeit, ein soziales Profil zu erstellen, auf dem man durch Sternebewertungen auch Social Proof aufbauen kann ist ein Vorteil, den meines Wissens keine andere Webinar-Plattform bietet.

Zoom - ein großartiges Besprechungs-Tool!

Ich verwende Zoom schon eine ganze Zeit für meine Online Besprechungen - bisher ausschließlich in der kostenlosen Version. Denn damit kann man unbegrenzt viele Online Termine abhalten (solange maximal drei Personen teilnehmen). Es ist somit ideal für Online Coachings und ähnliches geeignet. Der Vorteil gegenüber Skype ist eine bessere Verbindung und die integrierte Möglichkeit, die Unterhaltungen auch aufzunehmen - und natürlich schlicht die Tatsache, dass nicht alle Coaching-Kunden Skype haben bzw installieren möchten. Einladen kann man Teilnehmer ganz einfach per Link. Mit der Pro-Version um 13,99 € können sich dann auch größere Teams online treffen.

Um monatlich 37 € kann man sich dann auch die Webinar-Funktion dazu kaufen. Sie ist ganz einfach zu bedienen und bietet alles, was ein Online Trainer braucht. Zusätzlich kann man die Webinare auch gleichzeitig in Facebook Live oder Youtube Live streamen.

Ich nehme es vorweg: Ich habe mich für diese Lösung entschieden, denn hier kann ich monatlich flexibel wählen, was ich alles brauche: Wenn ich große Webinare halte, nehme ich den Upgrade auf 500 oder noch mehr Teilnehmer (das wird dann allerdings sehr teuer!), wenn ich in einem Monat gar keine Webinare abhalte, wähle ich die Webinar-Funktion in jenem Monat ab und zahle nur die Basis-Gebühr.

Ein besonderes Zuckerl ist auch noch die persönliche Einschulung, denn neben Webinaren und Video-Tutorials, die alles erklären, bekommt man auch eine halbe Stunde persönliche Einschulung in die Webinarraum-Funktionen!

Webinarjam: viele nette Gadgets!

Sehr sympatisch und aufgeräumt kommt auch Webinarjam daher. Bei diesem Anbieter hat sich viel getan, seit ich vor Jahren das erste Mal reingeschaut habe!

Neben den Dingen, die so praktisch jeder Anbieter hat, wie Aufzeichnungen, Direkt-Einwahl, Umfragen, Statistiken, Benutzer-Verwaltung etc, ist mir Webinarjam durch ein paar nette kleine Gadgets aufgefallen, die ich woanders noch nicht gesehen habe. Hier ein paar Beispiele: Mit Jamcast wird neben Facebook Live und Youtube Live ein eigenes Broadcasting Network angeboten. Neben den gängigen Whiteboard-Funktionen kann man auch direkt in die aktuelle Präsentation hineinzeichnen. Man kann in die Webinarseite eine Art Mini-Landingpage bauen, die klickbar ist und somit das Angebot direkt gekauft werden kann, dort kann auch noch ein Countdown eingebaut werden. Mit einem Code Sniplet kannst du Webinar-Teilnehmer, die eben dein Angebot erstanden haben direkt im Webinar hervorheben. Auch die Replays kannst du cool bearbeiten und zum Beispiel auch den Original-Chat wieder mit einspielen.

Bei Webinarjam gibt es nur eine Preisklasse, nämlich 479 $ jährlich, diese kann man auch in 3 aufeinanderfolgenden Monatsraten zu je 189 $ abbezahlen. Ein großer Vorteil dieser Lösung ist, dass es damit auch keine Preisstaffelungen nach Anzahl der Kurs-Teilnehmer gibt, denn wenn du mehrere 100 Besucher in deinen Webinaren hast, dann wird das auf Zoom schnell recht teuer!

Mir gefällt Webinarjam sehr gut, es wirkt cool, aufgeräumt und gut durchdacht und bietet von den drei genannten Lösungen wohl am meisten Funktionen. Der einzige Nachteil ist der, dass du dich für mindestens ein Jahr verpflichtest.

Ein besonderer Tipp: Ab sofort kannst du auch wieder bei meinem fünftägigen kostenlosen Workshop "Let's go Online!" mitmachen. Setze 5 wesentliche Schritte in Richtung Online Erfolg, mache dich sichtbar und präsentiere dich und dein Business jeden Tag noch besser!

6 Comments

  1. Veröffentlich von Barbara am 7. Februar 2018 um 8:40

    hast Du Erfahrungen mit Webinaris gemacht? Wenn ja, welche?

    • Veröffentlich von Meike Hohenwarter am 7. Februar 2018 um 9:15

      Hallo Barbara!
      Ja, ich habe ständig Webinare auf Webinaris, das kann ich auf jeden Fall empfehlen, denn es bringt dir kontinuierlich neue Kontakte. Aber das sind dort automatisierte Webinare.
      In diesem Artikel habe ich Plattformen für Live Webinare verglichen, das hat Webinaris nur in der Beta-Version.
      Alles Liebe aus Wien Meike

  2. Veröffentlich von Corinna am 9. Februar 2018 um 17:15

    Hallo Meike,
    danke für die wirklich tolle Zusammenfassung / den Überblick – hätte ich im Dezember gebraucht 😉
    Ich habe mich für Webinarjam entschieden und nutze aber auch Zoom; ebenso bin ich mit Edudip eingestiegen und finde es mega schade, dass die nicht so weiter entwickelt haben.
    Hast Du auch Erfahrung mit Everwebinar, das ja ein Kooperationspartner von Webinarjam ist?
    Lieben Gruß
    Corinna

    • Veröffentlich von Meike Hohenwarter am 9. Februar 2018 um 18:51

      Hallo Corinna!
      Sehr gerne!
      Nein, Everwebinar kenne ich nur vom Namen her. Für meine Auto-Webinare nutze ich Webinaris.
      LG
      Meike

  3. Veröffentlich von Claudia wallisser am 21. September 2018 um 7:16

    Hallo, wie steht es um die DSGVO Konformität mit den Anbietern? Weisst du welche Daten und wie diese erhoben werden und hast du diese in DSGVO-Erklaerungen mit den Kunden drin? Und hast du mit den Anbietern Datenverarbeitungsvertraege? Herzliche Grüße Claudia

    • Veröffentlich von Meike Hohenwarter am 21. September 2018 um 9:20

      Hallo Claudia!
      Ich arbeite zur Zeit mit Zoom für Live Webinare und mit Webinaris für automatisierte Webinare und habe mit beiden Datenverarbeitungsverträge.
      Bei Live Webinaren – egal ob Zoom, Edudip oder was anderes würde ich sowieso nicht deren Landingpage benutzen, sondern immer eine eigene. So ist gewährleistet, dass die Teilnehmer sich tatsächlich bei mir eingetragen haben und die Adressen somit mir „gehören“. LG Meike

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